"Hotel Transylvania"

Originaltitel: Hotel Transylvania

Autorin: Chelsea Quinn Yarbro

Verlag: Festa TB

Preis: 12,95 EUR

Genre: Paranormal

Bewertung: 4.5

1743: Die schöne, intelligente Madelaine de Montalia wird von ihrer Tante nach Paris eingeladen. Der Sinn und Zweck des Aufenthalts ist, die Suche nach einem standesgemäßen Ehemannes.

Zur selben Zeit schlägt das Auftauchen des geheimnisvollen Comte des Saint-Germain, in der Pariser Gesellschaft große Wellen. Über dessen Ursprung ist nichts bekannt, was die Spekulationen weiter anheizt. Sicher ist nur, dass er scheinbar unermesslich reich ist, sowie unzählige Sprachen fließend spricht und eine besondere Vorliebe für Musik hegt. Kein Wunder also, dass dem charmanten Comte, die Pariser Damenwelt zu Füßen liegt. Als Madelaine auf einer Gesellschaft Saint-Germain vorgestellt wird, ist es, als verbünde sie seit langer Zeit ein geheimes Band. Der Comte verliebt sich rettungslos in die junge Frau, agiert aber äußerst vorsichtig, da er sie nicht der Einsamkeit seiner Welt aussetzen will. Schnell erkennt er aber, dass Madelaine seine Gefühle teilt und nicht von ihm lassen will. Aber auch viele andere der edlen Herren, würden gerne die Hand der Schönen erringen. Derweil ahnt Madelaine nicht, dass sich Unheil zusammenbraut, dessen Ursprung noch vor ihrer Geburt zu suchen ist.

Der machthungrige Saint Sebastian hat einen Kreis von Satansjüngern um sich geschart, zusammen frönen sie finsteren Ritualen. Der Zirkel benötigt dafür eine Jungfrau und Saint Sebastian weiß auch schon, wo sie zu finden ist.

Hotel Transylvania ist der 1. Band einer Vampir-Chronik. Die Autorin hat mit Saint-Germain eine Hauptfigur erschaffen, die um 1740 tatsächlich gelebt hat. Er war eine ebenso schillernde Persönlichkeit und hatte die gleichen Eigenschaften, wie sie auch Yarbro ihrer Figur  angedeihen lässt. Auch das Hotel Transylvania hat tatsächlich existiert. Die Geschichte lässt sich toll lesen und besticht mit einem guten Schreibstil (Prosa). Die Autorin hat einen Vampir mit Charisma ins Leben gerufen. Aber Vorsicht, dem einen oder anderen Freund von Untoden mag es vielleicht nicht blutrünstig genug sein. Aber dafür schafft der Zirkel Ausgleich, der einem wahrlich das Gruseln lehrt.

Kritik geschrieben am 12.3.03 von Uschi

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