"Devlin - der Rebell"

Autorin: Erin Yorke

Originaltitel: Devlin (1998)

Verlag: Cora (Historical Band 143)

Bewertung: 3.5

 

Alyssa Howett ist nach dem sehr frühen Tod ihrer Mutter bei ihrer Tante in Irland aufgewachsen. Als sie siebzehn Jahre ist, stirbt die Tante und ihr Vater kommt nach Irland, um sie nach England mitzunehmen. Alyssa wehrt sich insgeheim dagegen, dass ihr Vater, der sich jahrelang nicht um sie gekümmert hat, so plötzlich in ihrem Leben auftaucht und sie aus ihrer "Heimat entwurzelt, um in einem kalten, feuchten Land ihr Dasein zu fristen". Deshalb beschliesst Alyssa, sich so aufsässig zu benehmen, wie die gefangenen Iren, die ihr Vater nach England befördern soll. Sie will ihrem Vater vor allen Menschen der Burg Dublin trotzen. Sie plant gegen den Willen des Vaters ihr Zimmer zu verlassen, um die Gefangenen zu besuchen und ihnen warme Decken zu bringen.

In einem Graben vor Burg Dublin planen Devlin Fitzhugh und andere Rebellen die Befreiung von Neill, dem Sohn des Anführers, der unter den Gefangenen in der Burg ist. Bei ihrem Angriff treffen diese natürlich auf Alyssa, die ihren Plan ausführen will. In einer Situation rettet Devlin Alyssa das Leben. Doch diese Hilfe fordert einen hohen Preis: Devlin wird gefangen genommen.

Alyssa kümmert sich, zunächst gegen seinen Willen, um ihren Lebensretter und als sie erfährt, dass Devlin hingerichtet werden soll, verhilft sie ihm, in den sie sich schon lange verliebt hat, zur Flucht. Alyssa begleitet Devlin in das Rebellenlager, da sie nun selbst zur Verräterin geworden ist. Jetzt sind ihnen nicht nur die englischen Häscher auf der Spur, auch im Lager wird sie, als Engländerin, nicht akzeptiert.

Das Buch ist "ganz nett". Die Heldin kam mir am Anfang ziemlich kindisch vor (sie ist ja auch erst 17!) und hat den "Helden" schon ziemlich früh regelrecht angebetet. Das hat sich aber in Laufe des Buches etwas gegeben und die beiden haben zu einem einigermassen normalen Verhältnis gefunden. Auch das kindische hat sie im Lager abgelegt und sogar für den Haushalt und seine dreijährige uneheliche Tochter gesorgt. Also, wie gesagt: nichts besonderes aber ganz nett.

Reviewed am 06.12.00 von Karin M.

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