"Der kalte Prinz"

Autor: Christoph von Zastrow

Verlag: Moments Verlag, (HC) 2004, 288 S.

ISBN: 3-937670-02-5

Preis: 14,00 Euro

Bewertung: 4.5

Die neunjährige Lavinia Berganson, die einen einsamen Aufenthalt in einem Internat am Bodensee verbringt, lernt beim Spielen am Seeufer einen recht ungewöhnlichen Jungen kennen: Niccus, der ihr von der phantastischen Welt der Nixen und anderen Wasserwesen erzählt. Doch als er eines Tages im See verschwindet, will Lavinia es ihm gleichtun - sie wird in letzter Minute gerettet. Zwanzig Jahre später, die Ereignisse ihrer Kindheit sind fast vergessen, ist Lavinia als erfolgreiche Programmiererin in Frankfurt tätig; als sie eine Einladung zum Klassentreffen am Bodensee erhält, nimmt sie nach einigem Zögern dann doch daran teil.

Von einem ehemaligen Klassenkameraden lässt sie sich zu einer Segeltour überreden; sie geraten jedoch in ein Unwetter, das Boot kentert, und Lavinia erwacht in einer völlig fremden Welt. Ein attraktiver Mann bringt sie in sein überaus prächtiges Schloss; es ist Prinz Niccus von Schwanenvlies, in dem Lavinia nur langsam ihren Gefährten aus Kindertagen wieder erkennt. Es scheint, dass Niccus ganz allein mit den beiden älteren Bediensteten Arno und Adelheid in dem großen Schloss lebt; Lavinia, die sich wie in einem Märchen vorkommt, und mit Niccus einige abenteuerliche Tage verlebt, verliebt sich in ihn, und auch er scheint ihr gegenüber nicht gleichgültig zu sein. Doch warum schickt Niccus sie auf einmal wieder fort in ihre Welt? Was ist sein Geheimnis, das er vor ihr unbedingt verbergen will? Warum benehmen sich Arno und Adelheid derart abweisend und feindselig gegenüber Lavinia?

Nach vielen zu überwindenden Problemen und Schwierigkeiten hat sich Lavinia wieder einigermaßen in ihrer Welt eingerichtet; doch die Sehnsucht nach Niccus und der geheimnisvollen anderen Welt bleibt; und Lavinia erkennt, dass sie so wie bisher nicht weiterleben kann - sie muss Niccus finden. Doch wo beginnen mit der Suche?

Eine überaus phantasievolle, faszinierende, spannend und erzählte, farbenprächtige Geschichte, die in märchenhaft-phantastische Welten entführt, mit einer realistisch wirkenden, wenn auch zunächst nicht ganz so sympathischen Heldin und einem außergewöhnlichen, geheimnisvollen Helden, vor einer fast schon surreal erscheinenden Kulisse. Sehr empfehlenswert, besonders für diejenigen LeserInnen, die ungewöhnliche Romane lieben.


Kritik geschrieben von Sabine R., 22.02.2004

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