Montag, 13.11.00
Ist es noch zu fassen, unsere Zeit ist tatsächlich um, und Pam und mir hat es richtig Leid getan, dass wir nun unsere Namensschilder nicht mehr zu tragen brauchen. Nach dem Kofferpacken sind wir ins Restaurant "gewandert", um zu frühstücken. Hier habe ich mit dem Rücken zu David Alan Johnson gesessen und während Pam ans Büffet ging, drehte der sich plötzlich um und fragte mich nach einem Stift. Ich konnte ihm leider nicht helfen, aber als Pam wiederkam wollte sie aufgeregt von mir wissen, was er denn zu mir gesagt hatte und ich konnte nur sagen: er wollte einen Stift. Danach hat mich jedoch der Teufel geritten und ich hab Pam lautlos signalisiert: Er hätte auch meinen Finger benutzen können. Danach sind wir in hysterisches Gekicher über unserem Frühstück ausgebrochen und wir wollten uns gar nicht wieder einkriegen. Und als David Alan Johnson sein Frühstück beendet hatte, blieb seine Begleitung bei uns am Tisch stehen, das war Autorin Brenda Novak die noch mal Tschüß gesagt hat und tatsächlich wusste David noch, dass ich aus Deutschland war, hat mir eine gute Heimreise gewünscht und mir die Hand gegeben. Danach hab ich mit Pam gewitzelt, dass ich mir jetzt nicht mehr meine Hand waschen darf :-)
Dann hieß es für uns Auschecken und wir sind in der Lobby sitzen geblieben und haben uns die Leute angeschaut. Außerdem haben wir Angela und ihrer Freundin Barbara beim Essen zugeschaut ;-). Wir waren noch kurz im Supermarkt einkaufen und als es uns extrem langweilig wurde, hat jemand uns plötzlich Lady Barrow vorgestellt, die auch noch in der Hotellobby auf ihren Convoy gewartet hat, der sie abholen sollte. Lady Barrow hat Angela und mich überrascht in dem sie uns auf "österreichisch" begrüßt hat. Sie hat ein Haus in Österreich und wir wurden gleich eingeladen, an ihrer Italientour teilzunehmen. (Liebend gern, wenn ich das nötige Kleingeld dafür hätte :-)

Wir haben noch so manche nette Anekdote gehört, während Angela sich mit Marsha Canham unterhalten hat. Aber dann mussten wir wohl oder übel zum Flughafen aufbrechen, Pam hat uns dort abgesetzt und bereits 1 1/2 Stunden später befanden wir uns wieder auf dem Rückflug nach Deutschland. Der Flug dauerte Gott sei Dank nicht so lange wie unser Hinflug und war auch wesentlich besser zu ertragen. Mit Wehmut haben wir von Amerika Abschied genommen, denn obwohl wir 5 Tage lang so gut wie keinen Schlaf hatten, konnten wir uns jedoch nicht beklagen, denn für Unterhaltung war immer gesorgt.
Das eine oder andere wird mir sicher noch später einfallen, denn jede Kleinigkeit konnte ich hier nicht aufschreiben, der Reisebericht ist so schon umfangreich genug geworden :-) Ich hoffe dabei ist ein bisschen "Convention-Feeling" rübergekommen. Für mich war es auf jeden Fall eine einmalige Erfahrung, die ich nie vergessen werde!