Bildergalerie Romantic Times Convention 2001
Sonntag, 11.11.01
Nachdem ich die Nacht bei Angela und ihren Eltern verbracht hatte - ich war freundlicher eingeladen worden -, sind wir alle gemeinsam am Sonntag früh zum Flughafen gefahren, denn unsere Maschine sollte bereits um 10.00 Uhr abheben. Dort angekommen haben Angela und ich ziemlich früh eingecheckt, und gerade als wir gemütlich eine Cola in einer Bar trinken wollten, erschreckte Angela mich, indem sie mir sagte, ihr Name sei gerade ausgerufen worden. Da mein Gehirn schon halb in Amerika war, hatte ich das natürlich nicht mitgekriegt. Ein Anruf bei ihren Eltern brachte ans Licht, dass sie im Auto auf der Fahrt nach Frankfurt ihre Kreditkarte verloren hatte. Und wer kann schon ohne Kreditkarte nach Amerika reisen? Natürlich niemand, also hat sie ihre Eltern gebeten, doch noch einmal schnell zum Flughafen zu fahren, was sie auch prompt getan haben. Nachdem dieser Schreck überwunden war, haben wir die ganzen Sicherheitskontrollen hinter uns gebracht (Angela hat man eine Pinzette weggenommen – sie hätte ja damit den Piloten erstechen können :-)). Der Flug selber war sehr angenehm, nur war es halt im Flieger sehr eng, Economy Class zu fliegen wird mich irgendwann noch in den Wahnsinn treiben.
In Miami ging es auch super fix durch die Einwanderungsbehörde und den Zoll, anscheinend sahen wir zwei schwer bepackten Frauen vergleichsweise harmlos aus, es gab jedenfalls keine Beanstandungen. Und dann begann das wahre Abenteuer, wir mussten uns auf die Suche nach unserer Autovermietung machen. Nachdem wir kapiert hatten, dass man zu „Avis“ nur kommt, wenn man mit einem Bus fährt, haben wir uns draußen vor dem Flughafen an einer kleinen Bushaltestelle aufs Warten vorbereitet. Im Bus saß dann neben uns ein deutsches Ehepaar, und ich habe gleich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und den armen Mann mit Fragen gelöchert, z.B. was man denn jetzt als nächstes machen muss, wie man ein Auto mit Automatik fährt usw.
Bei der Autovermietung angekommen, mussten wir dann einen etwas größeren Wagen nehmen als vorgesehen, denn irgendwie sollten unsere Koffer ja auch mit nach Orlando. Der nette Mann aus dem Bus hat mir dann unter Augenverdrehen gezeigt (was der gedacht hat, will ich mir lieber gar nicht vorstellen), und er hat mich freundlicherweise auch noch aus Miami herausgelotst.
Glaubt mir, ihr hättet nicht zusammen mit mir und Angela im Auto sitzen wollen, unsere Gespräche beliefen sich auf: „Oh, mein Gott, wo fahren wir bloß hin“, „Ich weiß es auch nicht“, „Bist Du sicher, dass wir hier richtig sind“, „Keine Ahnung, ich war noch nie hier“ und „Mein Gott, müssen wir schon wieder Maut-Gebühren bezahlen, bis wir in Orlando sind, sind wir pleite“ usw.. 5 Stunden später, meine Nerven lagen nach all der Fahrerei blank, waren wir endlich in Kissimmee und haben auch glücklich das Hyatt Hotel gefunden. Mich interessierte nur noch eins, eine Dusche und dann ab ins Bett. Und genauso hat mein erster Abend geendet.